Die meisten Menschen assoziieren mit dem Wort „Kampfsport“ entweder eine extrem harte oder eine extrem bewegliche Sportart. Und ja, Kampfsport, Kampfkunst und Selbstverteidigung beinhalten sowohl Härte als auch Beweglichkeit – aber nichts davon ist eine Extrembelastung, und vor allem ist nichts davon auf den Nachwuchs beschränkt. „Aber Kampfsport ist doch nur was für Junge …“ – falsch!

Immer mehr Menschen ab 60+ entdecken die Leidenschaft zur Kampfkunst, auch wenn sie vorher nie etwas mit Karate, Jiu-Jitsu oder Selbstverteidigung zu tun hatten. Viele suchen nach einer interessanten und fordernden Alternative oder Ergänzung zu Nordic Walking oder Seniorengymnastik und finden dabei viel mehr:

  • eine neue körperliche und mentale Herausforderung
  • Training mit hohem Mehrwert für den Alltag
  • viele Freundschaften über Altersgrenzen hinweg

 

Welche Kampfsportarten sind für Senioren besonders geeignet?

Generell sind die meisten Kampfsportarten in jedem Alter gut zu erlernen. Kinder haben Vorteile in Sachen Beweglichkeit, Erwachsene haben gute mentale Voraussetzungen, und gerade Senioren bringen eine erfahrene Perspektive mit, zeigen oft einen großen Ehrgeiz und eine Geduld und Beständigkeit, die bei Jüngeren seltener ist. Insbesondere Jiu-Jitsu und ATK-Selbstverteidigung (ATK-SV) sind beliebte Kampfsportarten bei Menschen ab 60, da die Techniken sich an der natürlichen menschlichen Beweglicheit orientieren, dadurch leicht neue Bewegungsmuster vermitteln und dabei auch sehr konkret auf Selbstverteidigung eingehen. Auch Karate und Kickboxen bieten sich für einen „Späteinstieg“ an, wobei Karate mehr die komplexe Koordination betont, während Kickboxen einen größeren Schwerpunkt auf Kondition und Kraftausdauer legt.

Positive Effekte des Kampfsports insbesondere für Senioren sind neben der Festigung von Knochen und Bändern auch die Übung von Konzentration und Kombination körperlicher mit mentalen Fertigkeiten. Außerdem steigert das Ganzkörper-Training auch das psychische Wohlbefinden, die neu erlernten Fähigkeiten fördern Selbstvertrauen, und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Trainingspartnern stärkt Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit.

 

Wie trainieren Senioren im SDS?

Unser Unterrichtskonzept setzt auf gemischte Gruppen, in denen alle von und mit anderen lernen können. Das bedeutet: Männer und Frauen, Anfänger und Fortgeschrittene, jüngere und ältere Erwachsene trainieren gemeinsam. Davon profitieren insbesondere Einsteiger, die mit vielen unterschiedlichen Partnern üben können und von Fortgeschrittenen im direkten Kontakt zusätzlich lernen. Aber auch für Fortgeschrittene ist die Vielfalt gut, denn sie wachsen ganz natürlich in eine Gruppenstruktur hinein, in der man sich gegenseitig hilft und nicht nur auf die eigene Leistung bedacht ist. Die Trainerteams achten darauf, dass alle ihren Möglichkeiten entsprechend gefördert werden und die individuell größtmöglichen Fortschritte machen. Ein großer Vorteil der gemischten Gruppenstrukturen ist auch, dass jede und jeder in ihrem und seinem persönlichen Lerntempo vorankommen kann.

 

Probetraining für Senioren

Wenn Sie Interesse haben, Kampfkunst bei uns auszuprobieren, sind Sie herzlich eingeladen, vorbeizukommen und mitzumachen. Unsere Empfehlung und die Erfahrung aus vielen Mitgliedergenerationen: Ein eigenes Bild können Sie sich erst machen, wenn Sie selbst auf der Matte gestanden haben! Wenn Sie vorab Fragen haben, sprechen Sie gerne mit uns: Tel. 04421 400 8000 oder per E-Mail über unser Kontaktformular.