Kung-Fu
Kung-Fu oder Quan-Fa ist der Oberbegriff, unter dem außerhalb Chinas die chinesischen Kampfkünste zusammengefasst werden. Darunter sind zahlreiche Stile vereint, die in die „innere“ Schule (Nei-jia) und die „äußere“ Schule (Wai-jia) unterteilt werden. Die Stile der Nei-jia legen großen Gewicht auf Meditation und innere Harmonie, die Stile der Wai-jia zeichnen sich aus durch kraftvolle Techniken sowie höchste Präzision und Effizienz. Charakteristisch sind außerdem die den geschmeidigen Bewegungen von Tiger, Kranich, Drache, Leopard und Schlange nachempfundenen Techniken. Sie verleihen dem Kung-Fu seine beeindruckende, exotische Ausstrahlung. Die Grenzen zwischen Nei-jia und Wai-jia sind oft fließend; so gilt auch in der Wai-jia die Harmonie von Körper und Geist als Voraussetzung für die erfolgreiche Anwendung der Techniken.
Die Stile der Wai-jia gehen zurück auf die Kampfkunst der berühmten Shaolin-Mönche. Als sie im 17. Jahrhundert aus ihrem Kloster vertrieben wurden, verbreiteten sie ihre tausende Jahre alte Kunst im ganzen Land und entwickelten sie zu unterschiedlichen Stilen weiter. Im SDS lehrt Sifu Roland Fass den Stil seines Meisters Hwang Ching Zeng, der zur Wai-jia zählt. Geschmeidige Bewegungen, tiefe Stände und eine hohe Dynamik und Ästhetik zeichnen die Techniken aus. Grundlage des Unterrichts sind die Formen Tan-Tui (Faust- und Fußtechniken) sowie Formen aus dem Shuai Chiao (Wurftechniken). Auch Elemente des Tai-Chi fließen bei fortgeschrittenen Schülern mit ein.




